2-9-2010: Wenn man sich Forest Fire nennt und sein erstes Album aber „Survival“ tauft, dann spricht man von Wiedersprüchen, der Katastrophe und seiner Rettung zugleich. Wenn dann das Cover des Debüts aus einem Wohnzimmer chaotischster Zustände besteht, kommen wir der Sache schon näher. Da die vier Bandmitglieder auf Ost- und Westküste der Vereinigten Staaten verteilt sind, scheint die Geradlinigkeit ausgeschlossen und das Wirrwarr aus nicht gemachten Betten, im Raum verteilten „Rockinstrumenten“ und einer nicht ausgetrunkenen Flasche Bier auf dem Tisch kann allzu viel Verständnis finden. Die neun Lieder auf „Survival“ lagen oft genauso wie das Wohnungsinventar monatelang herum, bevor die ganze Kapelle wieder beieinander war.
Ganz entscheidend hängt das damit zusammen, dass es niemand so richtig eilig hatte. In unbeschwertester alter Alternativ-Country-Manier zupfen sich die Instrumente durch die Songs, während Mark Threshers abwechselnd tiefe und nasale Stimme wie ein alter, aber geölter, rauchender Zug quer durch die Prairie knarrt. Das Drehen seiner Achsen sei ein Schlagzeugtakt, während die Fahrgäste schon vor Stunden aufhörten aus den Fenstern zu blicken um zu eruieren, warum es nicht voran geht.
www.myspace.com/fuckforestfire Open: 20.00 Konzert: 21.00
theatre la fourmi [Reservation]
|